Wir haben Sonntag tatsächlich eine Wahl – Das Hallenbad in Lüdinghausen

Lüdinghausen – Radio Kiepenkerl, KandidatInnendiskussion zur Bürgermeisterwahl am gestrigen Abend: Der Moderator ist irritiert und fragt zurück: „Herr Borgmann, sie sagen Sanierung und Neubau des Lüdinghauser Hallenbads. Was meinen Sie damit genau?“

Kurze Rückblende in die Sitzung des Stadtrates am 18. August: SPD, Bündnis90/Die Grünen und UWG sprechen sich in ihrem Antrag für einen Grundsatzbeschluss zum Neubau eines Hallenbades aus. Die angeführten Gründe dafür sind: Die Zahlen liegen nach umfänglichen Untersuchungen auf dem Tisch, das schul- und Vereinsschwimmen kann ununterbrochen weitergehen, die Investitionen sind planbar und es bestehen keine Sanierungsrisiken.

Bürgermeister Borgmann antwortet in der Ratssitzung, dass die vorliegenden Varianten weiter geprüft werden sollten, wir uns mehr Zeit lassen könnten und er deshalb heute keine Festlegung trifft. Daraufhin vertagen CDU und FDP die Grundsatzentscheidung, unterstützen aber eine Beschäftigung mit der Hallenbadfrage in den nachfolgenden Ausschüssen.

In der Radio Kiepenkerl Diskussion zur Bürgermeisterwahl am gestrigen Abend antwortet Richard Borgmann auf die Nachfrage des Modertators, dass von ihm am bestehenden Hallenbadkonzept festgehalten würde, „wir“ das Hallenbad sanieren und der Saunatrakt abgerissen und größer neu gebaut wird. Der Restaurantbereich sei so nicht zu betreiben, die Sauna könnte allerdings mit sechsstelligen schwarzen Zahlen die Defizite des Hallenbadbetriebes verringern.

Was er dem Stadtrat, vor ein paar Tagen nicht gesagt hat, hier spricht er es aus er es: Richard Borgmann erwartet, für den Fall seiner Wiederwahl, von den Stadtverordneten der CDU und FDP – denn SPD, Grüne und UWG stehen für ein neues Bad, dass diese für den kommunal finanzierten Abriss des abgängigen Saunatrakts und der Erstellung einer dann größeren Sauna in Lüdinghausen stimmen. Die Stadtverordneten sollen ihm den Dreischritt von größere Sauna – mehr Einnahmen – schwarze Zahlen glauben.

Würden diese ihm – so vor die Wahl gestellt – folgen? Schon einmal wurde genau das versprochen: Große Investition mit Kreditaufnahme in attraktive Zusatzbereiche und das Bad floriert. Ergebnis ist ein nach gut zehn Jahren abgängiger Saunatrakt, eine 40 Jahre alte Betriebstechnik, ein stark sanierungsbedürftiges Dach, durchfeuchtete Wände, jährliche Kreditverpflichtungen, zwischenzeitliche Schließung und Rückfall in städtisches Eigentum nach der letzten Kommunalwahl.

In der selben Diskussion bei Radio Kiepenkerk machte Doris Krüger deutlich, dass städtische Projekte auf Lüdinghausen und die Finanzkraft der Stadt abgestimmt sein müssen. Der gestern Abend von Richard Borgmann eingeforderte Weg beim Hallenbad passt dazu nicht. Er gefährdet nicht nur unser Schul- und Vereinsschwimmen durch die Inkaufnahme einer langen Schließung wegen der Sanierung sondern auch die kommunalen Finanzen.

Mit Doris Krüger haben wir die Erwartung verbunden, dass das Bürgermeisteramt besser, sympathischer und moderner gelebt wird. Diese Erwartung hat sie in den letzten Wochen, nicht zuletzt auch bei Radio Kiepenkerl am gestrigen Abend, mehr als voll und ganz bestätigt.

Deshalb: Wenn schon so vor die Wahl gestellt – Dann mit Sicherheit Doris Krüger wählen!

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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