Feuerwehr (Foto: Maik Meid / flickr)

Wenn auch die Feuerwehr zu spät kommt…

Lüdinghausen – Wenn am Donnerstagabend der Finanz- und Hauptausschuss des Rates der Stadt Lüdinghausen zusammentritt, dann wird in dieser Sitzung viel entschieden werden, das noch weit in die nächste Ratsperiode hinein von Bedeutung sein wird. Ein scheinbar unscheinbarer Punkt auf der Tagesordnung ist der „Stellenplan 2014“. Diesen Stellenplan kann man, wenn man möchte, auch als personalpolitische Bilanz der CDU/FPD in der letzten Ratsperiode verstehen.

So wird in der Gesamtbewertung der Stadt Lüdinghausen durch das Rheinisch-Westfälische Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) ausgeführt, dass die Personalausgaben je Einwohner zwischen 2000 und 2013 nur um 0,6 % p.a. zugenommen hätten (Median der Ausgabesteigerung anderer untersuchter Städte: 2,0 %). Dies sei nur durch eine Reduzierung des Personalbestandes möglich gewesen. Auf 1.000 Einwohner kämen damit nur noch 6,6 statt 7,6 Vollzeitbeschäftigte. Das heißt, die Stadtverwaltung ist im Verhältnis zur Bevölkerung geschrumpft, 30 Beamte und nur noch knapp 121 angestellte Mitarbeiter stehen heute in den Diensten der Lüdinghauser.

Dabei haben diese 121 Mitarbeiter zusammen inzwischen Urlaub im Wert von 184.960,88 € nicht nehmen können und ein Überstundenkonto im Wert von 135.263,75 €. aufgebaut. Diese Summen entsprechen einer Unterbesetzung von 6,5 Mitarbeitern im Jahr. Und das, um nur den bestehenden Betrieb aufrechtzuerhalten… von neuen, anspruchsvolleren oder zusätzlichen Aufgaben ist dabei natürlich noch gar keine Rede.

Kann und will Lüdinghausen sich das noch „leisten“?

Die Führung der freiwilligen Feuerwehr in Lüdinghausen hat erst vor wenigen Tagen sehr eindringlich beschrieben, welche Auswirkungen der Personalmangel nicht nur auf die Menge und die Qualität der Arbeit hat – sondern im besonderen Zusammenhang der Feuerwehr auch auf die Sicherheit der Lüdinghauser und Seppenrader.

CDU & FDP lassen sich währenddessen für die „Konsolidierung“ der Personalkosten feiern.. Das kann und das darf so nicht weitergehen!

Die SPD steht zu der Aufhebung aller Sperrvermerke im vorliegenden Stellenplan der Stadtverwaltung Lüdinghausen. Wir wollen eine effiziente und nachhaltige Personalpolitik. Wir wollen gute und faire Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir wollen die volle Handlungsfähigkeit der Stadtverwaltung für ihre Bügerinnen und Bürger wieder herstellen.

Die SPD will Lüdinghausen & Seppenrade „stark & gerecht“. Das ist unser Kennzeichen-LH!

Link: Zweite Stelle für die Wehr Klare Worte in Richtung Stadtrat – WN am 23.03.2014
Link: Ehrenamt wird überstrapaziert – Zweite hauptamtliche Kraft für die Feuerwehr – WN am 23.03.2014
Link: Beschlussvorlagen für den Haupt & Finanzausschuss am 27.03.2014

(Foto: Maik Meid / flickr)

  • Feuerwehr: Maik Meid / flickr | CC BY 2.0

Über Michael Spiekermann-Blankertz