Die SPD fordert mehr Bürgerbeteiligung in Neubaugebieten

Lüdinghausen – Die SPD-Ratsfraktion hat den Endausbau der Straßen im Baugebiet Kastanienallee zum Anlass genommen sich nochmals grundsätzlich mit dem Thema der Anwohnerbeteiligung auseinanderzusetzen. In der Vergangenheit war es so, dass die Ausbauplanung der neuen Straßen zunächst im Bauausschuss vorgestellt wurde und erst danach den Anwohnern.

Sollten die Anwohner jedoch gravierende Änderungswünsche haben, muss sich der Bauausschuss ein zweites Mal mit den Plänen befassen. Die Lüdinghauser SPD schlägt jetzt vor, die Ausbaupläne erst den Anliegern vorzustellen und anschließend im Fachausschuss zu beraten.

„Wir halten es für besser die Anwohner – als die direkt Betroffenen- frühzeitiger in das Verfahren einzubeziehen“ so Dirk Havermeier, Sachkundiger Bürger im Bauausschuss. „Die Ansprüche der Anlieger haben sich nach unserer Wahrnehmung geändert, das Bedürfnis das eigene Wohnumfeld mitzugestalten hat zugenommen. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Bauausschuss die Anregungen und Einwände der Betroffenen in seinen Beratungen unmittelbar berücksichtigen kann, das war bisher nicht der Fall.“

Die Lüdinghauser Sozialdemokraten haben daher den Antrag gestellt in der nächsten Bauausschusssitzung am Dienstag, 06. Mai 2014 das Beratungsverfahren entsprechend zu ändern.

Ein weiterer Punkt des Antrages ist, dass die Verwaltung den Anliegern in den Neubaugebieten grundsätzlich immer zwei Planungsalternativen vorstellen soll. Zum Einen soll ein Plan in der seit vielen Jahren üblichen Pflasterbauweise präsentiert werden und zum Anderen ein Plan mit einer asphaltierten Fahrbahn. Die Verwaltung soll die Vor- und Nachteile der jeweiligen Bauweise aufzeigen.

So verursachen Asphaltstraßen geringere Rollgeräusche beim Überfahren durch Kraftfahrzeuge und die fugenlose Oberfläche eignet sich besser für spielende Kinder (z.B. Inliner fahren). Als Nachteil ist dagegen das Wiederherstellen der Oberfläche nach einer Reparatur im Untergrund zu sehen. Das Votum der Anwohner soll vom Bauausschuss bei seiner letztendlichen Entscheidung berücksichtigt werden.

„Wir hoffen, mit diesen Änderungen den Dialog mit den Anwohnern weiter zu verbessern“ so der Fraktionsvorsitzende Michael Spiekermann-Blankertz „und Lösungen zu finden die den berechtigten Interessen der Lüdinghauser Bürgerinnen und Bürger auch gerecht werden.“

Über Michael Spiekermann-Blankertz