SPD bringt die Schulsozialarbeit wieder auf die Lüdinghauser Agenda

Lüdinghausen – Die Schulsozialarbeit ist rechtlich kein einfaches Feld. Kompetenzen liegen derzeit verstreut bei Bund, Land und Kommunen. Um das Bildungspaket an die Bezugsberechtigten zu bringen, setzte die Bundesregierung ab dem Jahr 2013 auf Schulsozialarbeiter und Schulsozialarbeiterinnen, die Kindern gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen sollten. Dieses Bundesprogramm ist aber unlängst ausgelaufen.

Wir wollen daher in der nächsten Schulausschusssitzung thematisieren, welche Folgen dieser Ausfall hat und ob die Stadt von den Weiterförderungsprogrammen des Landes NRW Gebrauch macht. Das Land hatte nämlich angekündigt, die Förderung stellvertretend für den Bund zu übernehmen, um die Schulsozialarbeit zu sichern.

Darüber hinaus soll im Ausschuss festgestellt werden, wie groß das weitere Angebot an Schulsozialarbeit in Lüdinghausen ist, das auch über andere Wege finanziert werden kann. Die kommunale Einrichtung von Stellen für Schulsozialarbeit kann vom Land NRW gefördert werden.

Für die SPD ist klar, dass Schulsozialarbeit einen wichtigen Rahmen im sozialen Raum Schule schafft. Die Schulleitung der Realschule hatte noch im Jahr 2014 zusätzliche Schulsozialarbeit beantragt. Auch bei der neuen Sekundarschule stellte man bei der Eröffnung heraus, dass mehr Schulsozialarbeit wünschenswert wäre.

Schulsozialarbeit schafft ein ganzheitliches Angebot, das mehr als nur Beratung und Betreuung der Schülerinnen und Schüler umfasst, sondern auch Projekte plant und Kooperationen außerhalb der Schule pflegt. In Lüdinghausen wurde gemeinsam mit den örtlichen Trägern der Jugendhilfe und der offenen Jugendarbeit dazu die Sozialraum AG eröffnet.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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