Schulz in Kamen: Zeit für mehr Gerechtigkeit

Unser Mann im Landtag, NRWSPD-Generalsekretär André Stinka (gefällt mir!), begrüßte heute Hannelore Kraft und Martin Schulz in Kamen. Dies war die sechste Regionalkonferenz in Deutschland, bei der sich der Kanzlerkandidat den Wähler/innen vorstellte.

André Stinka begann mit der Erklärung des Solgans #NRWIR. Die Sozialdemokraten/innen in Nordrhein-Westfalen betonen hier, dass wir für Zusammenhalt in der Gesellschaft sorgen. Dazu habe man ein ambitioniertes, aber zukunftsfähiges Programm für die nächsten fünf Jahre aufgestellt. Eltern sollen von Kita-Gebühren entlastet werden. Zwar werden diese heute schon gehaltsabhängig gestaffelt, doch auch vermeintliche Normalverdiener belasten die Beiträge stark. Bildung müsse generell kostenfrei bleiben, es soll auch keine Wiedereinführung der Studiengebühren geben, was CDU und FDP nicht ausschließen möchten.

Im Anschluss sagte Hannelore Kraft vor den hunderten Bürger/innen, dass sie nicht ein NRW der sozialen Kälte und des Hasses sieht, sondern ein starkes Land, das man nicht schlechter reden müsse als es ist. Sie verspricht an die Politik der letzten Jahre anzuschließen, in der seit diesem Jahr in NRW keine neuen Schulden gemacht wurden, zugleich 2 Mrd Euro in Schulen zusätzlich investiert und mehr Polizisten eingestellt werden.

Letztlich folgte der Auftritt von Martin Schulz. Gefeiert vom Publikum, forderte er auf, den Leuten zuzuhören, Politik für die Wirklichkeit zu machen und die Herzen für sozialdemokratische, friedvolle Politik zu öffnen. Die Interessen Deutschlands seien auch die Interessen Europas und umgekehrt. Zudem ging er auf Protestler der AFD vor dem Versammlungssaal ein: Dort hatten Anhänger der selbsternannten Alternative einen dunkelhäutigen Besucher mit Sonnenhut in Deutschlandfarben beschimpft, dies seien nicht seine Farben. Schulz konterte: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieser junge Mann trägt diese Farben, weil er sich zu unseren Grundwerten und zu deutschen Grundgesetz bekennt. Im Gegensatz zu dem Trauerhaufen, der hier diese Würde nur Deutschen eingesteht. Sie sind eine Schande für diese Demokratie!“

Am Ende erhielt Martin Schulz vom SPD Fraktionschef im NRW Landtag, Norbert Römer, ein Trikot seines Lieblingsfußballvereins. Die Aufschrift: Kanzler 17!

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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