Schulsozialarbeit für Cani und Grundschulen

SPD-Antrag durchgesetzt: Im Rahmen der Haushaltsberatungen im Schulausschuss wurde die Schulsozialarbeit am Canisianum sowie allen Grundschulen beschlossen und in den Haushalt 2017 aufgenommen. Das soziale Profil unserer Schulen in Lüdinghausen und Seppenrade wird damit nachhaltig gestärkt.

Bereits im vorangegangenen Schulausschuss versuchte die SPD die Schulsozialarbeit an den Lüdinghauser Schulen zu etablieren. Bisher gibt es dafür nur eine Stelle, die sich St. Antonius-Gymnasium und das Schulzentrum der Sekundarschulen teilen. Vor zwei Jahren gab es Schulsozialarbeit auch an den Lüdinghauser Grundschulen, deren Förderung durch den Bund allerdings auslief. Im Oktober meldete auch das Gymnasium Canisianum Bedarf an. Als örtliche Schule in privater Trägerschaft übernehme man mit der Einrichtung der Integrationsklassen für Flüchtlingskinder eine soziale Verantwortung und Aufgabe für die Bürgerschaft in Lüdinghausen, warb die Schulleitung um Unterstützung.

Dabei gehen die Möglichkeiten von Schulsozialarbeit weit über die Arbeit für den Zusammenhalt verschiedener Schülergruppen hinaus. Schulsozialarbeit hat einen ganzheitlichen Anspruch, das heißt:

– Förderung und Unterstützung aller Schülerinnen und Schüler
– Interne Kooperationsarbeit zwischen Eltern, Lehrpersonal und Schülerschaft
– Persönliche Beratung für alle Akteure
– Übernahme von Projekten und Aktionen
– Stärkung des sozialen Zusammenhalts an Schulen
– Externe Kooperation und Vernetzung mit Behörden, Jugendarbeit, Betrieben usw.

Diese Vorteile werden politisch leider unterschiedlich gewichtet und selbstverständlich sind auch Bund und Land verpflichtet, diese Strukturen zu fördern.

In der vergangenen Ausschussitzung sprachen sich SPD, Grüne und UWG für eine Stelle Schulsozialarbeit an den Grundschulen und eine halbe Stelle für das Canisianum aus. Dies ist zwar keine umfängliche Bedarfsdeckung, aber eine Grundsatzentscheidung für soziales Leben-lernen und Unterstützung an Lüdinghauser Schulen. Auch die FDP flichtete diesen Bestrebungen bei, enthielt sich aber aus unbenannten Motiven. Die CDU stimmte gegen die Schulsozialarbeit.

Die Entscheidung steht! Sollte die CDU allerdings darauf drängen/setzen, diese Entscheidung im Stadtrat mit ihren Stimmen und der FDP zurückzunehmen, währte die gute Entscheidung für das Canisianum und die Grundschulen nur sehr kurz. „Wir dürfen unsere Gelder nicht nur verbauen, sondern müssen auch in Menschen investieren. Ich bin mir sicher, dass dies ganz im Interesse der Lüdinghauser Bürgerschaft ist“, schließt Stadtverordneter Niko Gernitz.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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