Für den Schul-, Breiten- & Leistungssport – Niko Gernitz zur Leistungssporthalle

Lüdinghausen – In der letzten Sitzung des Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses wurde es noch einmal klargestellt: Der Bau einer Leistungssporthalle in Lüdinghausen soll rund 8,2 Mio Euro kosten, für die Stadt verbleiben etwa 4,95 Mio. Euro, da das Land Nordrhein-Westfalen dieses Projekt zu 40 Prozent fördern wird. Es ist also festzustellen, dass das Land den Bau einer Halle nicht fördern würde, wenn Lüdinghausen dieser Förderung nicht würdig wäre: Mit den Leistungsstützpunkten Volleyball und Badminton spielt unsere Stadt in der obersten Klasse – genau dort soll sie auch in Zukunft spielen.

Die Leistungssporthalle ist kein „Prestigeprojekt“, wie Kritiker finden, sondern ein Leuchtturmprojekt, welches dem Sport in Lüdinghausen auch in Zukunft ermöglicht Talente zu sichten und zu fördern.

Schul- und Vereinssport verknüpfen

Selbstverständlich gibt es Vorschriften; so wird diskutiert, dass in dieser Halle zumindest 60 Prozent Leistungssport stattfinden müssen. Das ist richtig! Denn für seine Förderung möchte das Land auch etwas sehen.

Diese 60 Prozent Nutzungszeit fallen in die Nachmittage, Abende und in das Wochenende. Die übrigen Zeiten dienen ganz dem Schulsport in Lüdinghausen. Die Leistungssporthalle sichert so auch den Schulsport in Lüdinghausen! Der im Schulausschuss vorgestellte Hallenbedarfsplan sagt dazu klar: Der Bau der Leistungssporthalle ist ein wichtiger Baustein, um den Schulsport für die Schülerinnen und Schüler in unserer Stadt sicherzustellen.

So ist das Projekt gerade mit Blick auf die Ostwallgrundschule und das Gymnasium Canisianum eine notwendige Investition, um den Sportunterricht dauerhaft sicherzustellen. Man darf auch nicht vergessen, dass die Leistungssporthallen Chancen bietet Vereinssport und Schule zu verknüpfen. So können dort am Nachmittag Schul-AGs stattfinden, in welchen gleichzeitig Talentsichtung betrieben wird, was diese Nutzung als ‚Leistungssport‘ qualifiziert.

Schulsport zeitnah sicherstellen

Als Alternative zur Leistungssporthalle diskutieren andere den Bau einer „normalen“ Halle, welche nicht den Ansprüchen des Leistungssports zu genügen hätte. Doch eine einfache Dreifach-Sporthalle würde eben vom Land NRW nicht gefördert und wäre so zwar insgesamt günstiger, durch die ausbleibenden Zuschüsse für den Haushalt der Stadt Lüdinghausen weitaus teurer!

Die Planungen für die Leistungssporthalle stehen! Reiner Bischoff, sportpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, verkündete bei seinem Besuch in der Stadt, dass „die Bagger morgen rollen“ können. Eine andere, „einfache“ Halle müsste aber erst noch geplant werden. Das bedeutet, dass diese Halle bei den knappen Verwaltungsressourcen erst frühestens / mindestens ein Jahr später in Betrieb gehen könnte als die Leistungssporthalle. Das trifft nicht zuerst den Leistungssport, sondern gerade den Schul- und Breitensport, den Grüne, UWG und FDP doch priorisieren möchten.

Nichts zu verschenken!

Es ist bereits viel Geld in die Planung und den Architektenwettbewerb für die Leistungssporthalle geflossen. Diesen Prozess hat die SPD für unsere Stadt öffentlichkeitswirksam mitgetragen. Diese, für die Planung, ausgegebenen Finanzen darf man nicht außer Acht lassen!

Die Leistungssporthalle bietet Chancen, die wir im Interesse Lüdinghausens nicht liegen lassen dürfen. Wir entwickeln an dieser Stelle die Stadt sinnvoll weiter.

Selbstverständlich bedarf es einer genauen Finanzplanung, gerade auch für dieses Projekt angesichts der vielen notwendigen Investitionsmaßnahmen der nächsten Jahre. Doch sollten wir diese Chance für unsere Stadt sehen und auch unsere Schulen nicht weiter im Nebel stehen lassen.

Diese Vorteile sprechen für den Bau einer Leistungssporthalle (Stichpunkte):

– Sichert Schulsport für Grundschule und Canisianum
– Stärkt den Leistungs- und Vereinssport in Lüdinghausen
– Fördert das Zusammenspiel von Schulen und Vereinen
– Leistungssporthalle ist für die Stadt günstiger als einfacher Dreifach-Hallenbau
– Leistungssporthalle steht schnellstmöglich zur Verfügung
– Förderung durch das Land NRW nur für Leistungssport
– Zentrale Stadtflächen werden weiterentwickelt
– Bereits geflossene Planungskosten werden nicht verschenkt
– Architekturwettbewerb sichert barrierefreies Sporterlebnis
– Die Leistungssporthalle ist ein Leuchtturmprojekt


Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD in Lüdinghausen. Als Stadtverordneter ist er Mitglied der Ausschüsse BKS (Bildung/Kultur/Sport) und BVBU (Bau/Verkehr/Bauernschaften/Umwelt). Mehr über Niko Gernitz…

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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