Personalpaket kommt auf den Prüfstand – CDU & FDP rudern zurück

Lüdinghausen – Der Bauausschuss des Rates der Stadt Lüdinghausen hat mehrheitlich empfohlen, bei der Stadtverwaltung eine halbe Stelle im Zusammenhang mit der Mitgliedschaft der Stadt in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Städte (AGFS) einzurichten. Doch CDU & FDP stellen diese Empfehlung erneut auf den Prüfstand. Ebenso hinterfragen die Koalitionäre ihren eigenen Antrag, den Klimaschutz zu fördern. Denn auch dafür wäre eine halbe Stelle erforderlich.

Dabei ist die Personaldecke der Verwaltung im interkommunalen Vergleich ohnehin schon sehr dünn. Die Verwaltung der Stadt hat schon sehr deutlich gemacht, dass für diese erwünschten zusätzlichen Aufgaben einfach kein Personal zur Verfügung steht.

Das diese Aussage der Verwaltung überprüft werden muss, versteht sich, aber dass die dieses CDU/FDP nach fast 3 Jahren immer noch nicht verstanden hat, ist schon seltsam.

Zu den Fakten: 2013 waren von den Planstellen in der Verwaltung bereits 6,5 Stellen nicht besetzt. Zusätzlich müssen Rückstellungen in Höhe von 320.000 Euro für Überstunden und Urlaubsanspruch der Mitarbeiter im Jahresabschluss eingestellt werden.

Das sind umgerechnet schon ca. 6 Stellen, Tendenz steigend.

Die Leistungen, die der Bürger zu Recht von der Verwaltung erwarten darf, können also bereits heute nicht vom vorhandenen Personalstamm erbracht werden, weil die Personaldecke dazu schlicht nicht ausreicht. Doch jeder weiß: Ist eine Belegschaft dauerhaft unterbesetzt, verursacht das Folgekosten. Denn Fehler werden durch Überlastung unvermeidbar, Krankheiten nehmen langfristig zu. Die Mitarbeiter brennen aus – nein, sie werden verbrannt!

Spätestens dann zeigt sich: Einsparungen immer nur beim Personal vorzunehmen ist der falsche Weg, denn die erforderlichen Leistungen werden von den Menschen erbracht – um einen deutlich höheren Preis. An diesem Beispiel wird deutlich, dass die CDU/FDP den Haushalt auf Kosten der Belegschaft konsolidieren will.

Aus Sicht der SPD-Fraktion ist das nicht zu verantworten, weder den Mitarbeitern gegenüber, noch den Bürgern, die von einer Verwaltung, zu Recht, gute Leistungen erwartet.


Lesen sie dazu auch den Bericht von Werner Storksberger in den Westfälischen Nachrichten:
Heftige Debatte im Ausschuss – Personalpaket kommt auf den Prüfstand – 13.02.2014


Über Michael Spiekermann-Blankertz

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