Marktplatz nimmt Gestalt an – Stufe steht (im Weg?!)

Der Marktplatz nimmt Gestalt an und wird schon bald unsere Innenstadt mit füllen, aber die Kritik an der Stufenanlage reist nicht ab: Radfahrer fahren diese gefahrvoll hinunter, eingeschränkte Personen brauchen hier besonders lange und Touristen hinterfragen verwirrt dessen Funktion…

Sie alle müssen sich nun einer baulichen Neuerung anpassen, anstatt dass sich unsere Infrastruktur dem Nutzer angepasst hat. Schade!

Und man muss sagen, dass die ersten Bedenken nicht erst aufkamen, als das Bauprojekt umgesetzt wurde, wie die CDU vor kurzer Zeit auf eine Anmerkung im WN-Stritzken reagierte. Die SPD hatte bereits im Ausschuss immer betont, dass diese Stufen nicht nur kostspielig/unnötig sind, sondern auch keine 100%ige Barrierefreiheit bedeuten.

Damals hieß es, die Stufe könne als Sitzgelegenheit dienen. Nach dem Bau sieht aber jeder, dass die Stufen so niedrig sind, dass sie wohl tatsächlich nur als Stolperfalle dienen. Das sei aber ausdrücklich niemandem zu wünschen!

Dennoch gilt: Die Erneuerung des Marktplatzes war richtig! Eine Belebung unserer Innenstadt musste erfolgen und kann so Anreize bieten, wie etwa die Investitionen am alten Hellmann-Gebäude bezeugen.

Doch die Nachfrage steckt im Detail: Musste der Marktplatz so teuer sein? Hätte man nicht auf einen zweiten Brunnen verzichten können? Die Stufenanlage ist hingegen für immer weniger Menschen ein Detail, sondern ein wahres Ärgernis. Bürgermeister, CDU und FDP hatten sich letztlich im demoktratischen Abstimmungsprozess mit ihrer Mehrheit dafür ausgesprochen.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.