Lüdinghausen ohne Barrieren: SPD-Initiative für Burg Lüdinghausen

SPD-Ratsherr Dirk Havermeier setzt sich gemeinsam mit betroffenen Bürgern aus Lüdinghausen für einen barrierearmen Zugang zur Burg ein. Eine aktuelle Planung der Stadt sieht einen barrierearmen Ausbau der Straße von der Borg zur Burg Lüdinghausen vor. Kurz vor dem Zugang zur Burg endet der Weg für viele Rollstuhlfahrer und Rollatornutzer allerdings: „Die Rampe zur Eingangstür ist zu steil“, meldete sich ein Bürger bei der SPD. Diese reagiert mit einem Antrag, der nun erst im nächsten Bauausschuss behandelt werden kann.

Der Antrag der SPD-Fraktion:

Beschlussvorschlag:

    1. Die im Ausschuss für Bau, Verkehr, Bauerschaften und Umwelt am 02.10.2018 vorgestellte Entwurfsplanung ist im folgenden Punkt zu überarbeiten: Die bestehende Rampe vom Innenhof zum Haupteingang der Burg Lüdinghausen ist entsprechend des Regelwerks barrierefrei umzubauen, die Planung ist dahingehend zu ändern.
    2. Bevor die Umgestaltung der Straße Amthaus öffentlich ausgeschrieben wird, ist eine ca. 10 m² Musterfläche in der geplanten Ausbauart herzustellen, um verbindlich festzustellen ob diese für Rollstuhl- und Rollatorennutzer geeignet
    ist.

Begründung:

    zu 1.) Herr Elkendorf, Ing.-Büro Gnegel hat in der genannten Sitzung dargestellt,
    dass die Rampe -obwohl sie aufgrund ihrer Längsneigung nicht barrierefrei ist bestehen bleiben und nicht regelwerkskonform umgebaut werden soll. An die SPD-Fraktion sind zwischenzeitlich Rollstuhlfahrer herangetreten und haben nachdrücklich darauf hingewiesen, dass für sie die bestehende Rampe ein unüberwindliches Hindernis darstellt. Das Ziel -Menschen mit Behinderungen uneingeschränkten Zugang zu öffentlichen Einrichtungen zu ermöglichen- wird daher mit der vorgestellten Planung nicht erreicht. Aus Sicht der SPD-Fraktion ist daher eine Nachbesserung zwingend geboten.
    zu 2.) Herr Elkendorf hat auf Nachfrage in der genannten Sitzung des Fachausschusses eingeräumt, dass es beim Einbau des Naturgroßsteins mit einer gesägten Oberfläche aufgrund der relativ starken Querneigung in der Straße zu einer breiten Fugenausbildung kommen wird. Diese können zu einer Nutzungseinschränkung für die Betroffenen führen. Daher sollte vor der Realisierung der Gesamtmaßnahme durch das Anlegen einer Musterfläche abschließend -gemeinsam mit den künftigen Nutzern- geklärt werden ob die Planung den Anforderungen einer barrierearmen Umgestaltung tatsächlich
    gerecht wird.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.