Lüdinghausen: Eingeschränkt barrierefrei – kommunalpolitische Radtour der SPD

Lüdinghausen – Es ist Tradition in Lüdinghausen: Am letzten Freitag in den Ferien werden die Leezen gesattelt und die Nachbarschaft besucht. Auf ihrer kommunalpolitischen Radtour durch Lüdinghausen machte die SPD nach einer Stipvisite an der Villa Westerholt auch am neu gestalteten Parkplatz an der Berufsschule halt. Begrüßt haben die radfahrenden Kommunalpolitiker, dass dort stadtseitig drei neue Parkplätze für Menschen mit Behinderung ausgewiesen worden sind, dass aber am selben Parkplatz die Übergänge zum Steverseitenweg mit Barrieren gesperrt sind, stieß bei den Stadtverordneten auf Kritik.

Barrierefreiheit
Barrierefreiheit am Parkplatz der Berufsschule

An diesen Barrieren kann kein Rollstuhlfahrer und keine Mutter mit Kinderwagen vernünftig hindurch, die Radfahrer dagegen fahren einfach an der Sperre vorbei. Jerome Biehle, auch Mitglied des Kreistages, wird dieses Thema im Kreistag ansprechen. Die SPD wünscht sich, dass diese Sperren entweder ganz verschwinden oder zumindest so umgebaut werden, dass auch Rollstuhlfahrer bequem das Hindernis überwinden können.

Über die Rialto-Brücke ging es über den Steverseitenweg weiter zur geplanten Radwegeverlängerung an der Stever Richtung Olfen.

Mittelfristig muss sich auch die Situation an der Rialto-Brücke verändern, wenn in Lüdinghausen Barrierefreiheit ernst genommen werden soll. Nicht nur für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger ist die Brücke ein Hindernis – auch geübte Radfahrer müssen dort einen Gang herunterschalten und ältere womöglich die Leeze schieben.

Die Steverseitenwege sind ein einem erheblich sanierungsbedürftigen Zustand. Nicht nur für die Teilnehmer der Radtour ist es deshalb nicht nachvollziehbar, dass die Stadt Eigenmittel von 100.000 Euro in die Verlängerung des Radweges an der Stever Richtung Olfen investieren will.

Die SPD hat bereits bei den Haushaltsberatungen darauf hingewiesen, dass eine Sanierung des vorhandenen Radwegenetzes Vorrang vor diesem Neubau haben muss.

Am Stadtfeld 2 - Der neue Kindergartencontainer am ehemals geplanten Euronics Grundstück
Am neuen Kindergartencontainer auf dem ehemals geplanten Euronics Grundstück

Im Baugebiet Paterkamp konnte sich die SPD davon überzeugen, dass bis auf 4 Grundstücke alle städtischen Grundstücke verkauft worden sind. Gleiches gilt für das Baugebiet Höckenkamp. Hier steht kein städtisches Grundstück mehr zur Verfügung, alle sind entweder verkauft oder reserviert.

Im Höckenkamp wurde auch deutlich, dass der Anteil der selbst genutzten Immobilien geringer ist als in den älteren Gebieten. Durch die geringen Zinsen versprechen sich Investoren hier eine langfristige und sichere Rendite.

Trotzdem scheint die Nachfrage nach Wohnbaugrundstücken insbesondere in Lüdinghausen hoch. Daher muss folgerichtig kurzfristig der zweite Teil des Höckenkamp zur Verfügung gestellt werden.

Als gute Zwischenlösung für die nächsten 2 Jahre wurde der Containerkindergarten an der Konrad Adenauer Straße gesehen. Hier hat die Stadt zügig reagiert und für 2 Jahre eine akzeptable Lösung angeboten. Dieser Kindergarten wird in 2 Jahren ein neues Domizil im Höckenkamp bekommen, wenn dort der größte Baulärm vorbei sein wird.

Fahrradspur auf der Strasse Hinterm Hagen in Lüdinghausen
Fahrradspur auf der Strasse Hinterm Hagen in Lüdinghausen

Über das geplante Regionale-Gelände zwischen den Burgen ging der Weg weiter über die Straße Hinterm Hagen in Richtung Stadt.

Warum hier ein Radweg auf die Fahrbahn aufgemalt wurde, stieß auf Unverständnis, da auf der anderen Straßenseite ein gut funktionierender Fuß- Radweg verläuft. Sinn macht so etwas nur, wenn die Straße in eine Fahrradstraße umgewidmet würde.

Den Abschluss für die radfahrenden Kommunalpolitikerinnen und Politiker bildete zum Ende der Tour ein gemütlicher Abend beim Sternenpicknick…

Auch wenn von den Sternen selbst leider in diesem Jahr nicht viel zu sehen war.

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