Leserbrief zur Berichterstattung Astrid-Lindgren-Schule

Ich habe als sachkundiger Bürger der SPD an der Sitzung des Ausschuss für Straßen- und Hochbau, Vermessung und öffentlichen Personennahverkehr des Kreises Coesfeld teilgenommen und war sehr verwundert über die Äußerung des Grünen Kreistagsmitgliedes Norbert Vogelpohl, als der Tagesordnungspunkt 3 – Bau einer Wohnanlage am Nottengartenweg in Lüdinghausen – vorgestellt werden sollte.

Herr Vogelpohl meinte, da ja die Fläche dem Kreis gehöre, da muss man den Bürgermeister (Borgmann) nicht jedes Mal um Erlaubnis fragen. Ich habe in der Ausschusssitzung gesagt, dass ich diese Meinung nicht teilen kann. Es geht bei so einem wichtigen Projekt nicht um „Erlaubnis fragen“. Es geht darum, wie und wann werden die Betroffenen informiert. Das sind in erster Linie die Anwohner, die Bürgerinnen und Bürger von Lüdinghausen  und die politischen Gremien in unserer Stadt. Es geht hier um Öffentlichkeitsarbeit, um Transparenz und nicht um die Frage nach Erlaubnis.

Die SPD-Fraktion Lüdinghausen hat sich seinerzeit für den Erhalt des Standortes der Förderschule in Lüdinghausen – zumindest als Teilstandort – eingesetzt. Dies war nicht durchsetzbar und die Schülerinnen und Schüler müssen nun nach Nottuln in ein  hervorragend saniertes Schulgebäude gefahren werden. Von der gelungenen Sanierung hat sich der Ausschuss ja überzeugen können. Nun stellt sich die Frage nach der Entwicklung der frei werdenden Fläche am Nottengartenweg. Die SPD-Fraktion Lüdinghausen kann sich sehr gut eine Wohnbauentwicklung mit öffentlich geförderten Wohnungen vorstellen. Der Bedarf ist da, dies hat die Pestel-Studie noch einmal eindringlich verdeutlicht. Daher sind diese Pläne für Lüdinghausen von großer Bedeutung, da es sich um ca. 70 Wohneinheiten – teils öffentlich geförderter Wohnungsbau – handeln soll. Die SPD-Fraktion Lüdinghausen ist daher der Ansicht, dass diese Planungen unverzüglich in Lüdinghausen durch den Architekten und Vertreter des Kreises vorgestellt werden sollen und eine zeitnahe Bürgerinformation erfolgen muss. Ein entsprechender Antrag wurde heute von der SPD-Fraktion gestellt und an Bürgermeister Borgmann gesandt.

Ich erwarte nun von beiden Parteien, Bürgermeister und Landrat, dass sie sich an einen Tisch setzen und die Planungen dieses bedeutenden Komplexes gemeinsam weiter entwickeln.

Über Michael Spiekermann-Blankertz