Der Kindergarten im Höckenkamp – Bürgerbeteiligung sieht anders aus!

Lüdinghausen – Im Jahr 2013 wurde der Bebauungsplan Höckenkamp-Süd aufgestellt und die etwa 125 Grundstücke gingen in die Vermarktung. Um die Kinderbetreuung sicher zu stellen, wurde der Bau eines Kindergartens beschlossen. Träger des Kindergartens wurde das DRK.

Um den sofortigen Bedarf zu decken richtet das DRK zwei Zusatzgruppen im Stadtfeld-Kindergarten ein, die in der „Roten Villa“ untergebracht wurden.

Mit Eltern und dem Träger wurde vereinbart, dass diese Einrichtung nur übergangsweise maximal 2 Jahre genutzt werden sollte. Spätestens mit Beginn des Kindergarten-Jahres 2016/2017 sollte im Bereich Höckenkamp-Süd ein neuer Kindergarten mit 4 Gruppen eröffnet werden.

Bereits Mitte 2014 war die überwiegende Anzahl der Baugrundstücke im Baugebiet Höckenkamp-Süd verkauft, sodass mit der Planung für das Baugebiet Höckenkamp-Nord begonnen wurde. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, den neuen Kindergarten eventuell auch in diesem Baugebiet zu bauen.

In der Sitzung des Ausschusses für Klimaschutz, Energie, Planung und Stadtentwicklung (KEPS) am 11.09.2014 erkannten die Ausschussmitglieder sowohl Vorteile als auch Nachteile für jeden der beiden vorgestellten Standorte. Insbesondere wurde aber klar, dass der vorgesehene Eröffnungstermin im Sommer 2016 bei einem Bau im Baugebiet Höckenkamp-Nord nicht zu realisieren war.

Es wurde gefordert, dass die Verwaltung Gespräche mit den betroffenen Eltern führen sollte.

Ein Jahr später tauchte auf der Tagesordnung des KEPS am 17.09.2015 der Beschlussvorschlag „Der Ausschuss spricht sich dafür aus, den Kindergarten benachbart zum Grünzug an der Stadtfeldstraße zu positionieren“ auf.

Elterninformationen oder Elternbefragungen über die Verlegung des Standortes und den späteren Fertigstellungstermin haben nicht stattgefunden. Der Bürgermeister lehnt es auch ab, vor einer endgültigen Entscheidung weitere Elterninformationen und Befragungen durchzuführen.

Niemand fragt, was es bedeutet, wenn Eltern weitere 1 – 2 Jahre auf die notwendigen Plätze in einer 4-Gruppen Einrichtung warten müssen.

Vor der Bürgermeisterwahl wurde noch vollmundig mehr Bürgerbeteiligung versprochen. Kaum zwei Wochen später gilt nun aber schon wieder, dass Elternbeteiligung tatsächlich völlig unerwünscht ist und den Eltern (Wählern) die Intentionen der Verwaltung nurmehr als Beschluss mitgeteilt werden.

Nun werden die Menschen vor vollendete Tatsachen gestellt.

So verstehen wir nun auch das Wahlkampf-Motto des Bürgermeisters:

Denn nun kann man nur noch: „Dafür sein – nicht dagegen!“