Zeitzeugen – Jusos gegen Rechtsextremismus und Antisemitismus

Ascheberg (NWO) – Der im schlesischen Breslau geborene Herbert Rzepka teilte am vergangenen Mittwoch seine Erinnerungen an die Zeit des Nationalsozialismus mit einigen jungen Sozialdemokraten. „Viele Bilder und Erlebnisse sind mir heute so präsent wie vor 70 Jahren und es macht mich wütend, dass Rechtsextremismus und Antisemitismus heute noch Probleme unseres Landes sind“, machte Rzepka gleich zu Beginn des Gesprächs deutlich.

In Breslau und Hirschberg aufgewachsen, musste Rzepka in seiner Jugendzeit auch am Programm der Hitlerjugend teilnehmen. An einer Bahnstecke, nahe dem Haus seiner Großeltern, wurde er Augenzeuge, wie Menschen hinter Gittern in Viehwaggons eingesperrt einer schrecklichen Zukunft entgegenfuhren. „Diese Augen und Gesichter werde ich nie vergessen. In Deutschland darf heute kein Platz für antisemitische Einstellungen sein“, schlussfolgerte Rzepka aus seinen Erlebnissen. Seinen Vater im Krieg verloren, wurden Mutter und Sohn nach Kriegsende aus ihrer Heimat vertrieben und das münsterländische Ascheberg wurde zur neuen Heimat.

Für die Jusos machte Vorsitzender Nils Ohk deutlich: „Das Erstarken rechter Parteien und öffentlich zutage tretender Antisemitismus sind für uns nicht hinzunehmen. Wir stellen uns unserer Verantwortung und treten für Toleranz, Verständigung und Frieden ein.“

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