Immer mehr kleine Lüdinghauser gehen in die Kita

Die neuste Entwicklung ist sehr erfreulich. Immer mehr Familien in Lüdinghausen bekommen Kinder und es ziehen auch immer mehr Familien mit Kindergartenkindern in die Steverstadt. In Lüdinghausen besucht inzwischen mehr als jedes zweite 1-jährige Kind eine Kindertagesstätte.


Ein Bericht von Niko Gernitz

Es gibt für Lüdinghausen einen neuen Kindergartenbedarfsplan. Die Zahlen sind in hervorragender Arbeit zwischen der Stadt und dem Kreis Coesfeld entstanden. Doch sie zeigen auch: Der Anspruch auf einen Kindergartenplatz wird von den Lüdinghausern stark wahrgenommen. Unerwartet kam vor allem: 51% der 1-jährigen Kinder und 91% der 2-jährigen Kinder besuchen in Lüdinghausen inzwischen eine Kita. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf rückt in den Mittelpunkt, während die Kindertagesstätten vor Ort eine gute Arbeit leisten.

Druck auf Platzzahlen in Lüdinghauser Kindergärten
Dieser gesellschaftliche Wandel für gute Erziehung und Förderung der Kleinsten ist sehr erfreulich. Doch auch die Entwicklung steigender Geburtenzahlen und der Zuzug junger Familien erhöht den Druck auf die Stadt, ausreichend Kita-Plätze zu schaffen. Daher wurde die Verwaltung im vergangenen Ausschuss für Familienförderung aufgefordert, einen neuen Standort und einen Träger für weitere 5 Gruppen zu finden. Drei Gruppen sind dabei für die sog. U3-Betreuung und zwei Gruppen für die über 3-jährigen Kindergartenkinder vorgesehen. Der Bedarf ist definitiv da und ist sehr auf Kante genäht, erklärte die Stadtverwaltung.

Frage nach Puffer-Plätzen bei weiteren Bedarfssteigerungen
Dabei ist die Situation alles andere als einfach, da sich immer mehr potentielle Träger für Kindertagesstätten aus dem Bereich zurückziehen. Die Suche wird daher schwierig, aber der Bedarf ist definitiv vorhanden!
Die Anregung bei der Entwicklung doch auch Puffer-Gruppen einzurichten, ist schwer zu beantworten. Für einen anerkannten Träger der freien Jugendhilfe ist dies sicher nicht rentabel. Möglich wäre da nur die Übernahme eines solchen Kindergartens durch die Stadt als öffentlicher Träger, der bei der aktuellen Gesetzeslage zudem mehr für den Betrieb des Kindergartens (bei 21-prozentigen Eingenanteil) zuzuzahlen müsste.
(Der Eigenanteil für Betriebskosten liegt für kirchlichen Trägern bei 12%, für Träger der freien Jugendhilfe bei 9% und Elterninitiativen müssen 4% aufbringen.)
Für die Stadt Lüdinghausen ergäben sich dadurch hohe Belastungen und ein Blick in die Kristallkugel ist derzeit äußerst schwierig.

Standort im Stadtteil Lüdinghausen: Aber wo?
Klar ist: Der Bedarf ist vor allem im Stadtteil Lüdinghausen vorhanden und auch hier soll der neue Kindergarten entstehen. Der SPD ist eine wohnortnahe Versorgung wichtig. Es gilt das Prinzip: Kurze Beine, kurze Wege. Auch der Stadtverwaltung ist an einer guten Erreichbarkeit der neuen Kita gelegen. Die Ansiedlung an einen Betrieb, um Synergien bei der Kombintion mit einem neuen Betriebskindergarten zu bilden, gelten als schwer umsetzbar, da dies nun noch viel Vorbereitungszeit bräuchte und dadurch weitere Bedarfe entstünden, die in anderen Städten abgezogen werden oder durch die Belegschaft neu hinzukommen könnten.

Daher geht die Standortsuche erst einmal weiter. Die Zeit drängt! Der Kindergarten wird schon sehr bald gebraucht, um auch dem Rechtsanspruch der Eltern gerecht zu werden.

Bis dahin freuen wir uns sehr, dass wir offensichtlich in einer sehr kinderfreundlichen Stadt leben: Verbesserungsvorschläge hierzu sind stets willkommen!

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.