Ein Parkhaus für den Gesundheitscampus – Die Ostwall Turnhalle erhalten!

Lüdinghausen – Die aktuelle Diskussion um die Krankenhausfinanzierung zeigt, dass unsere Krankenhäuser Unterstützung brauchen. Qualitativ gute medizinische Versorgung muss geschätzt werden, Investitionen in die Versorgung einer älter werdenden Bevölkerung müssen möglich bleiben und – für Lüdinghausen besonders wichtig – Krankenhausstandorte müssen im Verbund gesichert werden.

Daher steht die SPD Lüdinghausen zum Vorhabenbezogenen Bebauungsplan „Gesundheitscampus“. Gut ist diese Bündelung medizinischer, pflegerischer und sozialer Dienstleistungen an der Ecke Mühlenstrasse/Neustrasse, in Abstimmung mit der Krankenhaus-Stiftung, realisiert durch einen Lüdinghauser Investor.

Schlecht ist, dass Bürgermeister und CDU zulassen, dass Lüdinghausen für diese „segensreiche Operation“, einen zu hohen Preis bezahlt.

Die Fertigstellung des Komplexes soll nach den nun beschlossenen Plänen Frühjahr 2017 sein. Mit dem Satzungsbeschluss im Rat an diesem Donnerstag kann abgerissen und neugebaut werden.

Die SPD setzt sich dafür ein, dass auch die ca. 60 Parkplätze für den Gesundheitscampus, die nicht direkt auf dem Grundstück realisiert werden können, bis 2017 fertiggestellt sind und zwar – nach eingehender Diskussion – auf dem Ostwallparkplatz, der dafür ein Parkdeck erhalten soll.

Steigt die Stadt Lüdinghausen umgehend in die Umsetzung des Bauleitverfahrens ein, gelingt es, Baurecht noch vor Sommer 2016 zu schaffen und das Parkdeck bis 2017 zu realisieren.

Das wäre ein tolles Ergebnis für die Kunden des Gesundheitscampus und des Krankenhauses:

  1. Sofort zur Eröffnung des Gesundheitscampus in 2017 wäre das Parkplatzumfeld erstellt;
  2. Die beste Wegeverbindung – sehr nah und ohne Querung des Ostwalls – würde angeboten;
  3. Die Sporthalle an der Ostwallgrundschule stände weiter Vereinen wie dem Judo-Club zur Verfügung UND es könnten Pläne für ihre Ertüchtigung und für Aufgaben des Rehasports im Umfeld des Gesundheitscampus angegangen werden.

Der Investor des Gesundheitscampus zahlt nun eine sechsstellige Ablöse an die Stadt Lüdinghausen für die 60 Stellplätze, die er nicht auf dem Grundstück des Campus unterbringt. Ein fairer Preis für den „Eingriff“, finden wir von der SPD. Wenn er schon nicht das eigene Grundstück nutzt, können wir damit die Aufstockung des Parkplatzes am Ostwall gegenfinanzieren.

Das provisorische Parken hinter der Ostwallgrundschule, das natürlich auch bei einem Umbau des Ostwallparkplatzes nötig wird, kann dadurch zudem deutlich zeitlich begrenzt werden und ein Schulweg rasch wieder sicherer werden. Die beste Therapie also für unser Krankenhaus, die Nutzer des Gesundheitscampus und für die alle Nutzerinnen und Nutzer rund um die Ostwallgrundschule.

Leider wird diese tolle Chance aber durch die vom Bürgermeister und der CDU weiter verfolgte Option eines Parkhauses anstelle der Ostwallturnhalle blockiert.

Dem Erläuterungsbericht zum Bebauungsplan Gesundheitscampus (siehe Ratsinformationssystem) ist klar zu entnehmen, dass über 2017 hinaus die Variante Parkhaus offen gehalten werden soll und so das provisorische Parken hinter der Ostwallgrundschule erst mittelfristig durch das Parkhaus ersetzt werden könnte. Dieses soll dann an die 150 Autos fassen können.

Warum diese „Plastische Chirurgie“ für das Lüdinghauser Stadtbild, fragt man sich und bekam die Antwort vom Bürgermeister Borgmann in der Ratssitzung am Donnerstag.

Der Bürgermeister meinte, dass dem Investor bei einer Gabe in der Höhe der Parkplatzabgabe doch eine Gegenleistung zustände: Der einträgliche Bau eines bewirtschafteten Parkhauses – nach Fertigstellung der Leistungssporthalle auf dem mit einer, dann wohl nicht mehr gebrauchten, Sporthalle bebauten Grundstück. Von daher dann günstig abzugeben von der Stadt.

Nach dem Motto einer falsch verstandenen plastischen Chirurgie: Unten drückt es, da können wir doch gleich oben auch noch was größer machen?

Die Situation um die Regionalkrankenhäuser macht jede Stärkung des Standortes Neustraße nötig. Deshalb finden wir auch das abgestimmte Engagement zwischen Investor und Krankenhausstiftung so wichtig. Im Fokus stehen aber: Die Interessen des Krankenhauses, der Kunden des Gesundheitscampus und vieler Lüdinghauserinnen und Lüdinghauser.

Das ist die Realisierung einer zeitnahen Lösung für das Parken am Ostwall und die Überplanung der Ostwallturnhalle als Ort des Reha- und Breitensports.

Mehr und teurere Eingriffe brauchen wir nicht!


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