Dortmund am 2.Mai – „Jetzt ist Schulz!“

Dortmund – Beim Europafest in Dortmund hat Martin Schulz, der Spitzenkandidat der europäischen Sozialdemokratie, am Freitag eine umjubelte Rede gehalten. Vor über 2000 Menschen machte der 58-Jährige klar: „Ich will Kommissionspräsident werden!“

„Wir haben einen bei uns, der redet nicht nur – der bewegt Europa: Martin Schulz!“, rief die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zu dessen Begrüßung den jubelnden Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Wahlkampfkundgebung zu.

Kraft: Schulz kennt die Nöte der Menschen

Martin Schulz sei ein „Mensch, der was Besonderes schaffen kann“, so Kraft weiter. Als ehemaliger Bürgermeister der nordrhein-westfälischen Stadt Würselen wisse dieser, „wo den Menschen der Schuh drückt.“ Dies mache seine Kandidatur besonders stark.

„Martin! Martin!“

Immer wieder wurde Krafts Rede von lauten Sprechchören untermalt, die „Martin! Martin!“ oder „Jetzt ist Schulz!“ riefen. Der gesamte Platz vor der Reinoldikirche in der Dortmunder Innenstadt war trotz des schlechten Wetters prall gefüllt – alle wollten den Spitzenkandidaten für das Amt des EU-Kommissionspräsidenten aus nächster Nähe erleben.

„Wir wollen kein braunes Europa!“

Die 52-Jährige rief alle Wählerinnen und Wähler auf, am 25. Mai ihr Kreuz bei der SPD zu machen. Eine starke Wahlbeteiligung und ein starkes Ergebnis für die SPD seien dabei nicht nur die Bedingung, um Schulz zum Kommissionspräsidenten zu machen – es gehe auch darum, rechte Parteien aus dem Europäischen Parlament herauszuhalten: „Wir wollen kein braunes Europa – wir wollen ein soziales Europa!“

Schulz: Wählen gehen, Rechts verhindern

Auch Schulz warnte in seiner Rede eindringlich vor dem zunehmenden Rechtspopulismus in Europa: „Wir haben keine Zugangsvoraussetzungen mehr bei dieser Wahl. Deshalb könnten Rechtsextremisten im nächsten Europäischen Parlament sitzen.“ Jede Demokratin und jeder Demokrat, egal welcher Partei, habe deshalb die Aufgabe, am 25. Mai wählen zu gehen, um dies zu verhindern.

„Ich will Kommissionspräsident werden!“

Doch nicht nur deshalb sei diese Europawahl am 25. Mai so wichtig, betonte Schulz: „Zum ersten Mal bestimmen die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stimme für die Abgeordneten, wer der nächste Europäische Kommissionspräsident wird. Ich will dieser Kommissionspräsident werden!“

Europa müsse aber auch insgesamt demokratischer und transparenter werden, um das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen, so der sozialdemokratische Spitzenkandidat. Die große Arbeitslosigkeit in einigen europäischen Ländern sei die zentrale Herausforderung in Europa, so Schulz.

Jugendarbeitslosigkeit ist Europas größte Herausforderung

„Die Krise ist erst dann vorbei, wenn 37 Millionen Menschen – darunter sechs Millionen Jugendliche – einen Job haben.“ Um die Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, wolle er die europäische Industrie und den Mittelstand stärken, denn: „die Finanzindustrie schafft keine Arbeitsplätze“, betonte der 58-Jährige.

TTIP: Europas Standards erhalten

Auch auf das transatlantische Freihandelsabkommen zwischen Europa und den USA kam Schulz während seiner dreißigminütigen Rede zu sprechen: „Der Binnenmarkt der EU ist der reichste Markt der Welt und Handel für sich genommen ist nichts Schlechtes. Aber wer mit Europa handeln will, muss Europas Standards akzeptieren“, stellte Schulz klar.

„Das ist ein guter Mann“

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Kundgebung zeigten sich von Martin Schulz beeindruckt: „Das ist ein guter Mann“, sagte der 27-jährige Ralf nach der Rede von Schulz. „Keiner der anderen Kandidaten hat die Fähigkeit, die Befindlichkeiten der Menschen zu fühlen und in seine Politik umzusetzen.“

„Das ist ein authentischer Kandidat, der wieder bei den Menschen Begeisterung für Europa wecken kann“, fand auch die 44-jährige Inge.

Quelle & Foto: SPD Newsdesk

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