Dirk Havermeier

Im Kreisverkehr falsch abgebogen – Die Lüdinghauser Vereinsmeier der UWG e.V.

Lüdinghausen – Die Lüdinghauser Vereinsmeier der UWG e.V. haben aus meiner Sicht ein gravierendes Glaubwürdigkeitsproblem, das zeigt sich besonders deutlich beim Thema Leistungssporthalle. Leider ein Wahlkampfthema – auch wir haben uns dazu schon mehrfach positioniert. Konstruktiv, wie wir hoffen, denn wenn eine Stadt wie Lüdinghausen zwei Landesleistungsstützpunkte im besonderen Landesinteresse hat, dann ist sie für ein solches Projekt in NRW eigentlich konkurenzlos.

Aber zur Sache:

Das Thema Schul-und Leistungssporthalle steht in LH schon seit vielen Jahren auf der Agenda, der Stadtrat hat sich in seinen Fachausschüssen einvernehmlich für den jetzt geplanten Standort an der Janackerstiege entschieden.

Nach einem langwierigen Verfahren ist es der Stadt gelungen in den Besitz der Baugrundstücke zu kommen. Der Planungsausschuß hat dann im März 2010 einen Architektenwettbewerb beschlossen, in welchem ein Entwurf – von Arno Meyer – ausgewählt worden ist.

Es wurden im Bauausschuss Planungsaufträge (Architektur und Gebäudetechnik) vergeben.

Alles in allem sind so bereits jetzt über 300.000 € für die Schul- und Leistungssporthalle verausgabt worden und alles immer mit der vollen Zustimmung der UWG!!!

Zuletzt wurde im Mai 2013 im Bauausschuss darüber abgestimmt ob der Förderantrag für die Halle an die Bezirksregierung gestellt werden soll. Ergebnis: 19 Ja-Stimmen, 0 Nein-Stimmen und 0 Enthaltungen.

Was soll man von einem Verein halten, der heute Ausgaben von über 300.000 € für ein Projekt mitbeschließt und am nächsten Tag sagt: “Abwählen!”

Einem solchen Verein darf doch keine Verantwortung für Lüdinghausen übertragen werden.

Im Übrigen: Zur der Frage wo denn eine Schul- und Leistungssporthalle gebaut werden soll – wenn schon nicht in Lüdinghausen- ist von der UWG gar nichts zu hören. Oder sind die etwa der Meinung das es in NRW grundsätzlich gar keine Infrastruktur für Leistungssport mehr geben soll?

Das Denken des UWG e.V. hört offensichtlich noch vor den Stadtgrenzen von Lüdinghausen auf…

Zum Thema Glaubwürdigkeit war auch der Leserbrief von UWG-Ratskandidat Rafael Borgmann interessant, in dem er die Position der UWG zum Kreisverkehr Olfener Straße festzurrt: “Investitionen in Bildung statt in Beton” war da zu lesen…

Ich dachte mir nur: „Die wollen doch `ne neue Zweifachsporthalle in Seppenrade, soll die aus Bambus gebaut werden?“.

Letztlich ist es dann nur noch eine peinliche Fußnote, dass auch Teile der UWG e.V. im Bauausschuss für den Kreisverkehr votiert haben…! Falsch abgebogen?

Schauen Sie sich besser genau an, was für einen Verein Sie da möglicherweise wählen. Möglich, dass Sie jede andere Wahl hinterher etwas weniger bereuen werden.

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