Die Flächen sind „eh da“

Die SPD-Fraktion beantragt für den Bauausschuss die ökologische Aufwertung solcher Flächen, die „eh da“ sind. Diese Grünflächen, die bisher mit großem Aufwand von der Stadt oder ehrenamtlich gemäht und intensiv gepflegt werden, haben das Potential, der Supermarkt für Bienen, Käfer und andere Insekten zu werden.

Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt bereits die Ausweisung von sogenannten „eh da“-Flächen. Bei „eh da“-Flächen handelt es sich um Offenlandflächen in Agrarlandschaften und Siedlungsbereichen, die sowieso vorhanden sind und weder einer landwirtschaftlichen Nutzung noch einer naturschutzfachlichen Pflege unterliegen. Das Konzept der Eh da-Flächen wurde zunächst auf die Lebensraumoptimierung für blütenbestäubende Insekten (Pollinatoren) – insbesondere Bienen (Honig- und Wildbienen) – ausgerichtet, da v.a. Wildbienen wichtige ökologische (z.B. auch Indikatoren für Biodiversität) wie auch ökonomische (z.B. Blütenbestäubung) Funktionen vereinen. Demzufolge ist ein Kernelement des Konzepts die Förderung und Vernetzung geeigneter Brut- und Sammelhabitat (kombinierte Lebensräume) für Wildbienen, da sie im Vergleich zur Honigbiene (mit bis zu 5km) geringere Sammelflugdistanzen zwischen 300-1500m zurücklegen können. Neben dem ersten Schutzziel „Bienen“ können Eh da-Projekte diverse andere Schutzziele fokussieren: Nützlinge, Bodenlebewesen (Edaphon), Kleingewässerbewohner (v.a. Amphibien), Destruenten, gefährdete Pflanzenarten oder Standortvielfalt. Beispiele für Flächen sind wegbegleitendes Flächen, Verkehrsinseln, kommunale Grünflächen und Zwickel…

Weiterführende Informationen zu Ehda-Flächen finden sie auf der Seite Hortipendium.de (Suchbegriff Ehda-Fläche).

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.