Bauausschuss: Pflaster oder Asphalt? – Lasst die Menschen selbst entscheiden!

Lüdinghausen – Lautes Murmeln und erläuternde Zwischenrufe kamen aus Reihen der Anwohner, die als Zuschauer im Bauausschuss Platz nahmen. Sie favorisieren für den Neu-Ausbau ihrer Straße in der Ostlandsiedlung eine günstigere Asphaltbauweise, während der Planer der Stadt die Pflasterung empfiehlt.

Eine stärkere Einbindung der Bürgerinnen und Bürger fordert die SPD seit Jahren und war bisher auf Widerstand gestoßen. Doch angesichts der aufkommenden Meinungen der Anwohner, die nun einmal auch Wähler sind, hatte auch die CDU plötzlich eine andere Meinung.

Dabei hatte sie den Antrag der SPD Fraktion seinerzeit gemeinsam mit den Stimmen der FDP abgelehnt, den Anwohnern in Informationsveranstaltungen zwei Ausbauvarianten vorzustellen: Eine in Asphalt- und eine in Pflasterbauweise.

Damit wäre die Entscheidung über Kosten und Optik für den Straßenendausbau durch die Nachbarschaft selbst entschieden worden. Diesem SPD Antrag wurde nicht gefolgt.

In der Bauausschusssitzung favorisierte der Planer eine Pflasterbauweise. Bisher ist die Straße dort asphaltiert. Für Kanalarbeiten muss diese aber komplett abgetragen werden.

Falls die Anwohner auf ihren großen Grundstücken später noch rückwärtige Bebauung wünschen, könnten bei Pflasterbauweise unkomplizierter neue Anschlüsse gelegt werden. Es entstünde kein ‚Flickenteppich‘, so der planende Ingenieur.

Da die Stadt einen erheblichen Teil der Kosten, neben den Anwohnern, zu tragen hat und die Kassenlage durchaus ausbaufähig ist, verlangte zwar die CDU nicht direkt nach einer Asphaltbauweise, aber bat die Bürgerinnen und Bürger einzubinden. Warum erst jetzt? Die Einsicht kommt spät.

SPD-Ratsherr Dirk Havermeier brachte einmal mehr den damaligen Antrag seiner Partei ins Spiel. Rufe aus den Reihen der CDU machten deutlich, dass es mit der Einbindung der Bürgerinnen und Bürger doch nicht so weit her ist. Es kann aber auch sein, dass der Vorschlag einfach von der falschen Partei kam.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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