Aus der Fraktion: Antrag Schulsozialarbeit an Lüdinghauser Schulen

Auf Antrag der SPD-Fraktion war vor knapp zwei Jahren Schulsozialarbeit an den drei Lüdinghauser Grundschulen und am Gymnasium Canisianum geschaffen worden. In unserem Antrag für den vergangenen Schulausschuss am 20.11.2018 forderten wir eine Evaluation der bisherigen Arbeit, um für die Haushaltsberatungen die nächsten Schritte einzuleiten.

Die Zeit drängt, denn bereits im April 2019 endet die befristete Stelle des Schulsozialarbeiters am Gymnasium Canisianum. Die SPD möchte wissen, wie es weitergeht. Zudem erhofft sie sich weitere Einblicke in die Arbeit an den Grundschulen. „Bisher teilen sich drei Grundschulen eine Stelle für Schulsozialarbeit. Das ist knapp bemessen, aber das Maximum, das sich seinerzeit im Stadtrat durchsetzen ließ. Wir möchten wissen, wie erfolgreich mit diesem Kontingent gearbeitet werden kann“, fasst Schulausschuss-Mitglied Niko Gernitz die Situation zusammen. Die SPD stellt in ihrem Antrag heraus, dass sie die Soziale Arbeit an Schulen für einen wesentlichen Bestandteil der Lüdinghauser Bildungspolitik hält. Ginge es nach den Sozialdemokraten, könne die Schulsozialarbeit noch weiter gefestigt oder sogar ausgebaut werden: „Wir hoffen im Schulausschuss Klarheit über die Bedarfe zu bekommen, um in den Haushaltsberatungen zu schauen, was weiter möglich ist.“

Die Vorlage der Stadtverwaltung für die Sitzung am Dienstag lässt auf jeden Fall durchblicken, dass sich die Schulen keinen Verzicht vorstellen können. Auch das Land Nordrhein-Westfalen hat unterdessen das Programm für die abgespeckte Schulsozialarbeit im Rahmen des Bildungs- und Teilhabepakets bis zum Jahr 2020 verlängert. Grundsätzlich lässt sich aber ohne städtische Mittel keine Soziale Arbeit  an den Schulen in Lüdinghausen und Seppenrade umsetzen.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Lüdinghausen hat folgenden Antrag am 30. Oktober 2018 an den Ausschuss für Bau, Verkehr, Bauernschaften und Umwelt gestellt.

Antrag:

Die Verwaltung stellt im kommenden Ausschuss für Bildung-, Kultur- und Sport die aktuelle Situation der neu eingerichteten Schulsozialarbeit an den Lüdinghauser bzw. Seppenrader Grundschulen dar. Folgende Kernfragen sollen dabei beantwortet werden:

  • Wie stellt sich die Arbeit der Schulsozialarbeit an den Grundschulen inhaltlich dar? Gibt es inhaltliche Schwerpunkte bei der sozialen Arbeit in der Lüdinghauser Primarstufe (Inklusion, Elternarbeit, Projekte)?
  • Erfolgt die Versorgung mit Schulsozialarbeit an allen Grundschulen gedrittelt oder verlagert sich der Arbeitsfokus auf eine bzw. zwei von drei Grundschulen?
  • Ist die Arbeit von Schulsozialarbeit mit einer Stelle für drei Schulstandorte organisatorisch leistbar und bedarfsdeckend?

Zudem wird der Vorlage ergänzend eine Aufstellung der bisherigen Besetzung mit Schulsozialarbeit an den Grundschulen, am Schulzentrum und an den Gymnasien sowie deren
jeweiliger Finanzierungsanteil (z.B. anhand von Stellenanteilen) durch die Stadt Lüdinghausen beigebracht.

Die Verwaltung stellt dar, wie lange die städtisch-finanzierte Schulsozialarbeit am
Gymnasium Canisianum fortläuft und ob eine Verlängerung notwendig ist.

Begründung:

Michael Dahmen unterrichtet. Für die SPD-Fraktion steht daher noch die Berichterstattung über die Arbeit von Schulsozialarbeit an den Grundschulen aus. Der Informationsstand der SPD-Fraktion ist bisher jener, dass eine volle Stelle Schulsozialarbeit für alle drei Grundschulen im Stadtgebiet zuständig ist.
Der SPD stellen sich daher folgende Fragen:
Wie stellt sich die Arbeit der Schulsozialarbeit an den Grundschulen inhaltlich dar?
Gibt es Schwerpunkte bei der sozialen Arbeit in der Lüdinghauser Primarstufe?
Erfolgt die Versorgung mit Schulsozialarbeit an allen Grundschulen gedrittelt oder verlagert sich der Arbeitsfokus auf eine bzw. zwei von drei Grundschulen?
Ist die Arbeit von Schulsozialarbeit mit einer Stelle für drei Schulstandorte organisatorisch leistbar und bedarfsdeckend?

Grundschulen sind eine Schulform, in der vor allem in die Breite des schülerindividuellen Spektrums gearbeitet werden muss, was verschiedene und sehr spezifische Herausforderungen und Chancen mit sich bringt. Die SPD hält dabei die ausreichende Ausstattung mit Schulsozialarbeit für einen kommunalpolitischen Baustein, um erfolgreiches Leben-Lernen auch für die jüngsten Schülerinnen und Schüler in der Schulstadt Lüdinghausen zu ermöglichen.
Mit Blick zu den Haushaltsberatungen möchte die SPD-Fraktion für sich den Bedarf einer schrittweisen Erweiterung oder Neuorganisation der städtischen Stellen für Schulsozialarbeit in Lüdinghausen und Seppenrade erfassen können.
Zudem ist abzuschätzen, ob die 0,5 Stelle Schulsozialarbeit am Canisianum über den 2-Jahres-Beschluss hinaus fortgeführt werden kann.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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