Aus dem Betriebsausschuss – Überschwemmungsschutz und Umwelt

Lüdinghausen – Viele Bürgerinnen und Bürger mögen sich wohl noch an ihre Keller nach den Starkregen-Ereignissen der letzten Jahre erinnern. Das Lüdinghauser Kanalsystem ist diesem nach ständigem Wachstum durch Neubaugebiete immer seltener gewachsen. Nun hat auch die Politik im Betriebsausschuss reagiert.

Neben dem ökologischen Vorteil, den die Begrünung von Dächern und das Verlegen von Öko-Pflaster mit sich bringt, ist dies aktiver Überschwemmungsschutz auf dem eigenen Grundstück. Anstatt die Niederschläge in die Kanalisation abzuführen, versickern diese auf dem eigenen Grundstück. Ein begrüntes Dach ist auch für das Klima des eigenen Hauses sehr vorteilhaft.

Im Betriebsausschuss lagen zwei Antragspunkte vor:

1) Zum einen sollen Bürgerinnen und Bürger mit entsprechenden Flächen für diese Quadratmeter um jeweils 50% bei der Berechnung der Abwassergebühren entlastet werden. CDU und Verwaltung wollten diese Entlastung jedoch nur auf Antrag durch die betroffenen Bürger freigeben, obwohl diese vielfach schon entsprechende Angaben bei der Stadt eingereicht haben.

Hier forderte die SPD einen Automatismus mithilfe der vorliegenden Daten, um Verwaltung und Bürgerschaft von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Auf diesen Gedanken und den gesamten Beschlussvorschlag konnte man sich dann einstimmig verständigen.

2) Zum anderen wurde eine Subventionierung für den Neubau solcher Dächer und Pflaster ins Spiel gebracht. Die UWG formulierte den Antrag aus Sicht der Sitzungsleitung nicht eindeutig, so dass man im Nachhinein noch einmal in die entsprechende Tagesordnung einsteigen musste. Mit 5 Ja und 5 Nein Stimmen fand der Antrag letztlich keine Mehrheit im Ausschuss.

Lüdinghausen arbeitet an seiner ökologischen Zukunft. Schon dieses Jahr können Bürgerinnen und Bürger für ihre begrünten Dachflächen Reduzierungen bei den Wassergebühren geltend machen. Die im beschlossene Ausweitung der Gebührenentlastung gilt ab 2016.

Die wegfallenden Gebühreneinnahmen werden über die Gebührenkalkulation auf die Gemeinschaft der Hauseigentümer umgelegt. Ein Schritt für mehr Überschwemmungsschutz und Umweltbewusstsein in Lüdinghausen und Seppenrade.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.

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