Aus dem Bauausschuss – Unsere Stadtlandschaft soll Burgenwelt bleiben

Lüdinghausen – Das mit der Ausführung der Planung für die „Stadtlandschaft“ im Rahmen der Regionale2016 beauftragte Büro sieht für die Gestaltung der „WasserBurgenwelt“ verschiedene Museumselemente vor. Darunter ein Marktstand, eine Laser-Show und eine Aussichtsplattform. Die meisten dieser Elemente liegen aber bis heute nicht im Budget. Und wir stellen uns nicht nur deshalb die Frage, ob sie denn eigentlich überhaupt zur WasserBurgenwelt passen?

Vor allem mit der letzten Frage setzte sich der Bauausschuss auseinander. Die Aussichtsplattform steht weiter in der Diskussion. Die Laser-Show schied allerdings sehr schnell aus. Und am Marktplatz soll der Infostand vorerst durch eine Granitplatte ersetzt werden, um zu schauen, ob das Geld reicht.

Dies ist ein Knackpunkt.

Denn der Förderbetrag für die WasserBurgenwelt ist gedeckelt. Alles was darüber hinaus geht, muss etweder an anderer Stelle im Projekt eingespart werden oder ist von der Stadt Lüdinghausen alleine zu tragen.

Für die erste Möglichkeit spricht sich der Bürgermeister jederzeit aus, allerdings haben bereits die Summen für die Marktplatzerneuerung, das Budget um hunderttausende Euro überschritten, weshalb sogar schon darüber gestritten werden muss, ob die Brücken, die auch von den Schülern als Schulweg genutzt werden sollen, überhaupt mit rutschfestem Belag ausgestattet werden können.

Die Elemente der Museumswelt überschreiten das Budget um 90.000 Euro, was beinahe den veranschlagten Kosten des Aussichtsturms entspricht. Auf der einen Seite ist dieser Turm sicherlich förderlich, die gewünschte Sichtverbindung zwischen den Burgen zu gewährleisten und kann bestimmt auch ein „Hit“ für unsere kleinen Gäste zu werden…

Andererseits „möchten wir unsere Stadtlandschaft nicht mit Möbeln zustellen“, wie Dirk Havermeier für die SPD Fraktion feststellt. Der doppel-windige, moderne Turm, wie im Vorschlag des Architekten, fand so ohnehin wenig Anklang bei allen Fraktionen.

Dirk Havermeiers Worte finden aber besondere Bedeutung in einem weiteren Punkt, wie auf der gleichen Bauausschusssitzung erläutert worden ist: Der Wunsch des St. Antonius Gymnasiums, alle Fahrradständer in der Stadtlandschaft zum Schulhof hin unterzubringen. Dies sind alles Aspekte, die unsere Entscheidung mit beeinflussen.

Noch ist keine entgültige Entscheidung gefällt. Der Bauausschuss berät sich wieder am 03. März.

Es steht fest, dass die Stadtlandschaft zwischen der Burg Vischering, der Burg Lüdinghausen und dem Marktplatz ein Erfolg werden muss. Wir arbeiten daran, diesem Anspruch gerecht zu werden und erlauben uns auch kritische Nachfragen. Wir wollen Bürgerinnen und Bürger weiterhin transparent informieren und an keiner Stelle notwendigen Fragen aus dem Weg gehen.

Über Niko Gernitz

Niko Gernitz ist Vorsitzender der SPD und Stadtverordneter in Lüdinghausen. Er ist Mitglied des Unterbezirksausschusses der SPD im Kreis Coesfeld.